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New York Ripper, Der (1982)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 03.11.2004, seitdem 642 Mal gelesen



In New York geht ein Schlitzer um, der die Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Auffällig sind am ihm besonders zwei Dinge: Erstens ermordet er ausschließlich Frau auf sehr brutale Art und Weise, zweitens spricht er bei seinen Morden mit einer Art Entenstimme. Der Kommissar Williams ist ziemlich ratlos, da er kaum etwas über den Täter herausfinden kann und er nicht weiß, wie er weiter ermitteln soll. Er zieht einen psychologisch geschulten Professor hinzu, dem es gelingt ein paar zusätzliche Merkmale des Täters herauszufinden. Die Polizei ermittelt weiter und konzentriert sich schließlich auf die Aussage eines Mädchens, das die Attacke überlebte. Als wenig später erneut eine Frau ermordet wird, führt die Spur zu dem Mann namens Scellenda, mit dem sie vorher Sex hatte. Die Polizei fahndet nun nach dieser Person, ohne zu wissen, dass der Täter ein ganz anderer ist...

Mit diesem Film lieferte der italienische Kultfilmer Lucio Fulci seinen Beitrag zum Slasher-Genre ab und sorgte auch hier wieder für einigen Wirbel. Vor allem gilt „New York Ripper“ als der härteste und frauenfeindlichste Slasher-Film überhaupt und letzteres passt ziemlich gut zu der Einstellung, die man Mr. Fulci nachsagt. Wie auch immer, ich finde den Film gar nicht sooo schlimm, obwohl schon einige harte Szenen vorhanden sind (die Härteste ist freilich die, wo die Prostituierte mit dem Rasiermesser getötet wird). Brutal sind die Szenen zwar schon aber nicht allzu zahlreich. Über einen großen Teil der Spielzeit ist „New York Ripper“ ein teilweise durchaus spannender Krimi-Thriller indem es halt darum geht, einen Mörder zur Strecke zu bringen.

Wie man es aber von vielen italienischen Streifen kennt, ist er insgesamt nicht allzu anspruchsvoll gedreht und auch etwas dümmlich geraten. Er besitzt zwar ein gewisses Maß an Story, ist jedoch gelegentlich etwas unlogisch und wartet mit einigen sinnlosen Softsex-Szenen auf. Dies ist wohl auch der Grund für den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit. Außerdem stammen die Ripper-Opfer im Film entweder aus dem Rotlicht-Milieu oder es sind zickige, dumme Gänse. Vielleicht fühlen sich einige weibliche Personen durch den Film auf den Schlips getreten. Wie gesagt wirken einige Passagen der Handlung schwer nachvollziehbar und das Ende ist etwas überraschend. Durch das Einbeziehen des kleinen Mädchens könnten einige Leute denken, dass Fulci hier ein wenig Mitleid für den Killer erzeugen wollte.

Die Splatterszenen sind wie bereits erwähnt nicht allzu häufig, in den meisten Fällen schlägt der Killer mit einem Messer zu, lediglich einmal benutzt er eine Rasierklinge (s.o.) und ein anderes Mal eine abgebrochene Glasflasche.

Ein paar der Schauspieler dürften Italo-Fans bekannt sein, z.b. Alexandra Delli Colli oder auch Paolo Malco (Haus an der Friedhofmauer). Jack Hedley spielt die Hauptrolle gar nicht mal so schlecht, und der Rest ist eigentlich auch ok. Schauspielerische Höchstleistungen sind bei einem solchen Film wohl nicht so dringend nötig.

Insgesamt ist „New York Ripper“ ein mittelmäßiger Horror-Thriller, der zwar gelegentlich durchaus Spannung aufkommen lässt aber andererseits keine wirklich düstere Atmosphäre erzeugen kann. Durch die Sexszenen wird er noch etwas schmuddeliger aber letztendlich ist der „New York Ripper“ nicht so extrem wie oft gesagt wird (finde ich zumindest).


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