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New York Ripper, Der (1982)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 11.12.2008, seitdem 501 Mal gelesen



Als Nichtfan von Slasherfilmen machte ich lange Halt vor Lucio Fulcis THE NEW YORK RIPPER. Viel zu viele Erwartungen würde ich beim Ansehen des Filmes haben, nicht destotrotz erwartete ich auch irgendwo rein gar nichts. Was man mit diesem Film aber bekommt ist eines.

Einen echten Fulci. Und das sollte man jetzt keineswegs als Beleidigung oder Abwertung auffassen, Fulci hat einen Stil, der unverkennbar ist, unverkennbar grandios und auf der anderen Seite unverkennbar simpel, aber immer noch so eigen, dass man sagen könnte, Fulcis Filme sind einzigartig. Gut, THE NEW YORK RIPPER muss sich, wohl auch bewusst mit Dario Argento's TENEBRE messen, sind wohl beide ungefähr zeitgleich entstanden und dem italienischen Giallofilm entsprungen, gelten beide als wegweisend und geniessen heute Kultstatus. Natürlich beide durch verschiedene Gründen.

Aber liest selbst. In New York gehen grausame Morde vor sich, die überwiegend im Rotlichtmilieu passieren. Was die Polizei von dem Täter kennt und weiss, ist, dass er sich bei der Polizei immer und immer wieder mit einer verstellten Stimme zu erkennen gibt. Mit Donald Duck Stimme und Gequacke. Als man schliesslich die Fährte einer jungen Frau bekommt, scheint der Täter schon fast gefasst...

Zu der Story will ich nicht wirklich viel Wort verlieren, das würde jegliche Spannung nehmen, die den Film nicht kennen. Schliesslich ist das ja auch Sinn und Zweck eines Giallos, den Zuschauer unter Spannung dazu zu bringen, den Täter zu entlarven. Und Spannungsmäßig vermag Fulci hier einiges aufzufahren. Absolut wendungsreich gestaltet Fulci hier seinen NEW YORK RIPPER und es gelingt ihm durch etliche Anspielungen und Offenbarungen, den Zuschauer wieder auf eine andere Fährte zu bringen. Teilweise versprüht hier Fulci eine betörende Atmosphäre, zwar ist der ganze Film weniger Fulcitypisch ausgefallen, dreckig morbider Charme wie in seinen Zombiefilmen regiert hier eher weniger, aber nichtdestotrotz ist die Herkunft unverkennbar. Etliche Augenclose - ups, ekelhafte und brutale Morde mit herrlich ausgedehnten Splattereffekten geben der ohnehin schon bösen Anspannung den Rest. Schauspielerisch verzeichnet der Film absolut keine Ausfälle, gnädigerweise passt auch mal in einem Fulcifilm die deutsche Synchro. Der Score begleitet meist passend die harschen Szenen, ist aber schnell vergessen.

Fazit:
Ein solider bis guter Thriller, der für Fulciverhältnisse sicherlich gelungen ist. Mal eine Abwechslung zu seinen mystisch bis surreal angehauchten Zombiefilmchen, nicht zuletzt hat Fulci mit der "DonaldDuck" Stimme eine unvergesslich innovative Idee eingebaut.

7,5/10

Für Fulcifans allemal interessant, Nichtfans sollten einen soliden aber deutlich blutigen Italothriller erwarten.

(Noch ganz weit von Fulcis späteren Entgleisungen entfernt)

Quack Quack Quack :-D


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