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New York Ripper, Der (1982)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 10.02.2003, seitdem 596 Mal gelesen



Nach einer Reihe von Meisterwerken des Zombiegenres versuchte sich Lucio Fulci zur Abwechlung wieder an einem Giallo; das Resultat ist wie gewohnt äußerst Brutal, weshalb LO SQUARTATORE DIE NEW YORK zu den meistgeschmähten Horrorfilmen der achtziger Jahre zählt.
Dabei ist der SQUARTATORE eigentlich ein recht solider Krimi: In New York geht ein perverser Frauenhasser um, der seine Opfer bestialisch abschlachtet und nebenher sein übles Spiel mit einem Polizeilieutennant treibt (dabei telefoniert der Schurke gar mit Donald Duck´s Synchronstimme, wodurch auch diese beliebte Kindheitserinnerung ihre Unschuld verloren hat...). Natürlich gibt es einige falsche Fährten und viele Leichen, bis der Schurke endlich gestellt wird. Die Handlung ist somit zwar nicht besonders einfallsreich, aber auf annehmbarem Tatort-Niveau, was bei Fulci nicht gerade die Regel darstellt.

Das große Problem (für Fans natürlich eher das große Plus) des SQUARTATORE ist hingegen die ultrakrasse Mischung aus freizügiger Sexualität und roher Gewalt, die Fulci hier ausbreitet. Die weiblichen Opfer des SQUARTATORE sind entweder Nutten oder führen sich auf wie solche, weshalb der konservative Biedermann mit aller Härte gegen die Damen vorgeht: Die Vergewaltigung mit einer abgebrochenen Flasche ist schon ein starkes Stück filmischer Tabuverletzung. Endgültig auf die Spitze wird der Sadismus dann schließlich getrieben, als der Polizist am Telefon mitanhören darf, wie Donald Duck mit dessen Freundin Bunuels andalusischem Hund seinen Tribut zollt (in Großaufnahme natürlich!).
Nun kann man Fulci Frauenfeindlichkeit oder am besten gleich Menschenhaß und Sadismus unterstellen, oder man sieht die Sache einfach nüchtern als handwerklich solide Exploitation, die den volljährigen Zuschauer mit schockierenden Bildern provozieren will. Letzteres hat Fulci dann auch zumindest in Deutschland geschafft, denn LO SQUARTATORE DI NEW YORK ist hierzulande wie so mancher Italo-Streifen verboten, was zwar nicht berechtigt ist, aber zumindest verständlich erscheint.


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