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New York Ripper, Der (1982)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 14.06.2015, seitdem 202 Mal gelesen



Fulci mal ohne Fantasy, aber wie immer sehr nasty

Von wegen Fulci kann nur Zombie. Auch seinen lupenreinen Slasher über einen Killer mit Enten-Stimme (wtf?!) in New York ist nicht zu unterschätzen & für mich nicht viel schlechter als der sehr ähnliche Maniac. Ein lange Zeit verbotener Video-Nasty, der erbarmungslos schlitzt, stöhnt, blutet & schwitzt, und das aus jeder Pore!

Ich halte New York Ripper beileibe nicht für ein Meisterwerk & leider sogar für einen der schwächeren Fulcis - weit über dem Slasher-Schnitt bleibt er aber immer locker! Das liegt zum einen an den gnadenlosen Gore-Effekte (inklusive einer der bösesten Rasierklingen-Einsätze seit Bunuels andalusischem Hund), zum anderen an der schmutzig eingefangen Stimmung New Yorks, gespenstigen Ausflügen in der Ego-Perspektive & einer verschachtelten Suche nach dem Killer, die einen immer wieder hinters Licht führt. Es gibt Stellen in der Geschichte, da könnte es eigentlich jeder Charakter des Films sein. Auch über Fulcis Durchschnitt sind die gebotenen Schauspielleistungen - das wirkte alles konsequenter, stilsicherer & mit mehr Konzept als vorher, besser ausproduziert & in seiner Spitze fast schon an Argentos Werke erinnernd. Vor allem der gelangweilt-frustrierte Polizist gefiel mir - auch wenn sowas bei so vielen nackten, hübschen Frauen plus die (damals unerhörten & überall verbotenen) Gore-Kills mal leicht übersehen werden kann. 

Eher mau im Vergleich zum sonst Gebotenen ist diesmal der Soundtrack, der mir anders als z.B. beim Haus an der Friedhofsmauer nicht im Kopf blieb. Die Donald Duck-Quietsch-Stimme blieb mir allerdings sehr wohl in Erinnerung, aber leider eher als unnötig, störend & billig. Auch wenn diese vielleicht sogar noch zum schleimig-erotischen Sleaze-Fest passt. Irgendwie traumwandlerisch blutrünstig, wunderschön verstörend & überraschend realistisch das alles. Wenn man aber mit Fulcis restlichen Werken schon nichts anfangen konnte, muss man gar nicht erst den Ausflug ins New Yorker Nachtleben einplanen. Eher sogar nur etwas für Fulci-Komplettisten & Hardcore-Giallo-Fans!

Fazit: Erotik, Gewalt & schlampig-genialer Stil ergeben einen blutig-berüchtigten Slasher-Cocktail!


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