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Inside Man (2006)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 23.03.2006, seitdem 859 Mal gelesen



Spike Lee, Regisseur von Werken wie Malcolm X ist hier nach längerer Zeit mit Inside Man mal wieder mit einem Kinofilm am Start, der nicht nur durch seine prominente Schauspielerriege zu glänzen vermag.

Steve, Steve-O, Stevie
Der Mann sitzt seelenruhig in seinem Stuhl, den Blick starr auf den Zuschauer gerichtet, die Sätze wohl gewählt und messerscharf präsentiert. „Ich habe den perfekten Bankraub begangen. Warum? Weil ich das kann.“. Mit diesem markigen Statement beginnt der eigentliche Film.
Vier als Anstreicher gekleidete Bankräuber im Blaumann, darunter der Anführer Dalton Russell (Clive Owen), betreten das Bankgebäude. Nachdem die Kameras per Infrarot-Taschenlampe effektiv und unauffällig ausgeschaltet wurden, geben sie sich Personal und Kunden zu erkennen und drängen sie in den Keller. Dort müssen sich alle ihrer Handys, Schlüssel und Kleidung entledigen und sie gegen Overalls austauschen, die genauso aussehen wie das Outfit der Räuber. Kapuze auf, Vermummungstuch um das Gesicht und eine Sonnenbrille auf. Was das Ganze soll, wird erst später klar. Es dauert nicht lange und der Überfall wird bekannt. Sofort wird Detective Keith Frazier (Denzel Washington) samt Partner auf die Unterhandlungen angesetzt. Steht Frazier anfänglich vor einem Rätsel, was genau die Bösewichter eigentlich beabsichtigen, wird seine Verwirrung vollends komplett, als eine gewisse Madaline White (Jodie Foster) die Szenerie betritt und anscheinend die Interessen eines ziemlich mächtigen Mannes zu wahren versucht. Was das und viele andere, merkwürdige Sachen auf sich haben, wird erst viel später deutlich…

Angeschmiert
Bereits der Trailer von Inside Man versprach einen Mix aus coolen, cleveren Ingredienzien, die hoffentlich einen interessanten Thriller ergeben würden. Der eigentliche Film enttäuscht den Zuschauer in dieser Hinsicht keineswegs. Inside Man ist cool, clever und spannend. Die vielen losen Enden und zunächst unverständlichen Aktionen und Andeutungen finden in dem wunderbar intelligenten Finale eine würdige Zusammenfassung, die keinen grübelnd entlassen wird. Clive Owen spielt den berechnenden, unfassbar stressresistenten Räuberboss in einer charismatischen Art und Weise, dass man sich trotz der omnipräsenten Maskerade stets mit ihm identifizieren kann. Beeindruckend. Denzel Washington weiß als mal emotional ratloser, dann wieder genial kombinierender Ermittler eine glaubwürdige Darstellung abzugeben und Jodie Foster weiß als kühl-arroganter Nebencharakter weitaus mehr zu überzeugen denn zuletzt als hyperventilierende Mutter im unsagbaren Flightplan. Spike Lee hat für diesen Film eine kühle Blauoptik gewählt, wozu man ihn nur beglückwünschen kann, denn die Atmosphäre ist dicht und einfach passend. Der spärliche Musikeinsatz unterstreicht das Geschehen einigermaßen stilsicher und fällt ebenfalls nicht negativ ins Gewicht. Vielleicht ist Inside Man etwas zu lang geworden. Manche Dialoge oder Szenen hätten durchaus gestrafft oder herausgenommen werden können, einiges hingegen hätte gerne etwas mehr Screentime genießen dürfen. So beginnt man leicht, alles und jedes Gesagte wie ein Schwamm aufzusaugen, um nachher nicht den Clou in der Auflösung zu verpassen. Todernst geht es in Spike Lee`s „Joint“ natürlich nicht zu, der ein oder andere Spruch lockert das Rätselraten auf.

Strike
Spike Lee schuf hier einen kurzweiligen Thriller, der gewitzt und teilweise undurchsichtig auf sein cleveres Finale zuläuft. Sein kühner, heimlicher Hauptdarsteller Clive Owen zieht die Sympathien auf sich und stiehlt Denzel Washington die Show. Am Ende solcher Filme hat der Zuschauer immer das wohlige Gefühl des überraschten Erstaunens. Inside Man kann eindeutig zu ebenjenen dazugezählt werden.
Dialoghighlight: siehe Intro

Fazit: 7/10 Blaumännern


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