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Inside Man (2006)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 24.08.2006, seitdem 570 Mal gelesen



Also ich habe schon lange keinen Film mehr gesehen, der sich Thriller schimpft aber keinerlei Spannung beinhaltet. Des Weiteren bin ich bislang davon ausgegangen, dass ein solcher Film von seiner Unvorsehbarkeit lebt. Hier jedoch ist alles vorhersehbar.

Sollte es nicht schon ausreichen einen Thriller ohne Spannung daf√ľr mit √ľberaus leicht voraussehbarer Handlung kreiert zu haben, so hat Regisseur Spike Lee in diesem seinem neuesen "joint" wie er es in den Vorspann-Credits selber nennt, in vielen anderen Belangen noch weiter vermasselt.
Zu Beklagen w√§re da zum einen Denzel Washingtons Schauspiel, welches ich mal als vollkommen lustlos interpretiere, ganz davon abgesehen, dass sein Filmcharakter unsympathisch und dabei doch blass und irgendwie unausgegoren r√ľberkommt. Hinzu kommt dann noch die immer wieder ekelhaft anzuschauende Jodie Foster, die hier ebenso unqualifiziert schauspielert und zudem eine vollkommen unrealistische toughe Frauenrolle mimt.
Der Rest der Schauspielerrige bleibt absolut bedeutungslos.

N√§chstes Manko w√§re die musikalische Untermalung, welche vom Bollywood inspirierten und vollkommen unpassendem auf die Nerven gehendem Opener bis hin zur leisen, meist auf smarte Mucke gehaltenem Zwischendurchgepl√§nkel als √ľbelster Fehlgriff zu bezeichnen ist.

Die Handlung ist f√ľr jeden halbwegs aufmerksamen Zuschauer leicht vorherzusehen, demnach kommt auch keinerlei Spannung auf SPOILER:
- Die Nazi Geschichte ist vollkommen klischeehaft und somit ein jedem sofort klar - was soll dieser alte reiche Benkiersknacker denn sonst verstecken, was ihm in seinem Ansehen so schaden könnte?
- Das sich der Anf√ľhrer der Geiseln in einem versteckten K√§mmerlein versteckt und erst sp√§ter aus der Bank kommen wird, sollte jedem schon mit den ersten 2 Filmminuten + Filmtitel klar geworden sein.
- Genauso und damit ja auch verbunden die Tatsache, dass der Rest der Truppe mit den Geiseln die Bank verlassen wird. Durch Anlegen gleicher Kleidung, Austauschen von Geiseln bzw. eigentlichen Tätern, so dass diese dann ebenfalls später als Geiseln identifiziert werden. Vollkommen simpel und leicht zu durchschauen. Damit einhergehend: 0 Spannung!

Meega lächerlich:
Die Tatsache dass keiner der Bullen merkt, dass da ein Tonband l√§uft!!! Wie gro√ü ist bittesch√∂n die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich eine Geisel Albaner ist und wirklich nur diese Person am St√ľck was wei√ü ich wie lange redet?? Das merkt man doch, dass das ein Tonband ist mit einer Rede drauf!! Und das Herausbekommen, dass es nun ein solches ist und nicht Albanergeiseln ist dann jawohl nur noch l√§cherlich! Absolut grottenschlecht!!!

Als Zuschauer merkt man von vorneherein, dass die Geiselnehmer es nicht besonders ernst meinen. Es gibt vielleicht mal ein wenig aufs Maul f√ľr den ein oder anderen Aufm√ľpfigen aber das wars auch schon. Das die Hinrichtung einer vermeintlichen Geisel nach Denzels mehr als unrealistisch wirkendem Besuch in der Bank reines Schauspiel ist, sollte doch jedem klar sein! Wer erst beim Betrachten von Hemd mit Blutpumpe drauf kommt.....tjoa, der wird wohl nen halbwegs tollen Film gesehen haben HAHAHA
Das die AK-47 Gewehre der Geiselnehmer nun Plastikspielzeugknarren sein sollen, h√§tte man sich echt sparen sollen - einfach scheisse!! Echte Knarren und daf√ľr mit Platzpatronen geladen w√ľrden doch nun wirklich etwas mehr Sinn machen, oder?

Zu diesen vielen, vielen Minuspunkten gesellen sich aber noch weitere Klischeeekelhaftigkeiten a la Hollywood:
Der bärtige Turbanträger könnte ja ein Terrorist sein, die Unterhaltung zwischen den Geiseln ob das nun Räuber oder Terroristen der Al-Kaida sind, die "We will never forget"-Flagge im Hintergrund sind Hollywoods Klischeekritik am Umgang mit dem 11.Sept. und der bescheuerten Ami-Angst jeder könne ja ein Terrorist sein. Die Krönung bildet jedoch der Schluss mit dem Immobilienkauf von Bin Ladens Neffe. Einfach nur peinlicher möchtegern Politikklischeekritik-MIST!!
Ein letzter Anstoss wird noch gegeben: das Verhalten der Geiseln nach deren Freilassung, wenn sie in den Bus sollen ist vollkommen √§tzend. Kann ja sein, dass sich Amis so verhalten, die nehmen ja immer das Maul zu voll, aber ich k√∂nnte reinpr√ľgeln!

Fazit: Ein schrecklich langweiliger, vorhersehbarer und mit einem Haufen Klischeebilder vollgepferchter Film, der jedem Zuschauer der Action und Spannung erwartet, jedem der perfide Plottwists erwartet oder auch jedem der ein intelligentes Psychospiel erwartet nicht zu empfehlen ist!!

3 Punkte gibts f√ľr das Ende, weil hier endlich mal etwas Stimmung aufkommt, auch wenn es insgesamt zu lange dauert - wie √ľbrigens der gesamte Film!


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