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Inside Man (2006)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 22.04.2010, seitdem 424 Mal gelesen



Es ist mir unerklärlich, wie viele Leute bei diesem Film mehr negative als positive Aspekte erkennen. Manche stören sich an den zwar vorhandenen, aber doch insgesamt absolut nebensächlichen Aussagen zum Thema Rassismus, andere haben ganz offensichtlich die Pointe nicht einmal ansatzweise verstanden. (Wer immer behauptet, von Anfang an das Ende erraten zu haben, ist entweder ein Hellseher oder das genaue Gegenteil davon.) Es gibt eine Reihe von möglichen Kritikpunkten, dennoch ist "Inside Man" unterm Strich ein intelligent konstruierter Thriller mit einem gelungenen Spannungsbogen und einem überzeugenden Ende.

Wie der Film den Zuschauer von Beginn an auf eine falsche Fährte lockt ("... könnte man ohne weiteres als Gefängnisszelle bezeichnen"), ist ganz großes Kino! Auch die Idee, einen Bankraub zu inszenieren, bei dem Täter und Geiseln sich schließlich nicht mehr voneinander unterscheiden lassen, ist wirklich einzigartig. Die einzige Schwäche in der Konzeption des Films ist das ziemlich phantasielose "Nazi-Element" und die unzureichend eingebundene Figur der Madeline White. Jodie Foster kann in dieser Rolle entsprechend auch nicht wirklich punkten; ihre Textpassagen sind entweder zum jeweiligen Zeitpunkt unverständlich oder zu klischeehaft. Für eine hochintelligente Intrigantin ist White auch einfach zu unwichtig; sie verkommt über weite Strecken des Films zur Randfigur. Generell ist der Film zu stark auf den guten, aber nicht sehr guten Denzel Washington fokussiert. Warum Clive Owens Schauspielleistung allenthalben gelobt wird, ist mir ziemlich unerklärlich. Wahrscheinlich ist der "coole Brite" im modernen Kino einfach immer zu loben, auch wenn er kaum 5 min Sprechzeit hat und 90% des Films über eine Maske trägt. Dass Willem Dafoe eine seinem Können unangemessene Nebenrolle spielt, ist eine bedauerliche Verschwendung, schlecht wird der Film dadurch aber nicht. Das Fazit der Einzelkritik muss ohnehin lauten: Der einzelne Schauspieler ist nicht wichtig in diesem Film, es geht in "Inside Man" allein um den perfekten Bankraub. Und in dieser Hinsicht überzeugt der Film auf ganzer Linie. Wer coole Sprüche am laufenden Band erwartet, sollte bei "Transporter" & Co. bleiben, oder sich an vereinzelten Volltreffern erfreuen ("Spricht da der Präsident von Albanien?").

Fazit: Wäre der Inhalt des Schließfachs etwas origineller, die Hauptfiguren etwas weniger klischeehaft und würde man überflüssige Nebenfiguren (wie Fraziers Freundin) streichen, käme "Inside Man" in die Nähe von Filmen wie "Die Üblichen Verdächtigen". So reicht es nur für einen rundum gelungenen Kinoabend.


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