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16 Blocks (2006)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 01.07.2007, seitdem 559 Mal gelesen



Richard Donner ist zurück. Der Mann, der mir mit Lethal Weapon eine der herrlichsten Action Kinoserien schenkte, legte nach Lethal Weapon 4 (1998) eine längere Pause ein und kehrte erst 2003 mit Timeline wieder ins Regiegeschäft zurück. Timeline war nicht so, wie ich es erhofft hatte, auch wenn er sehr unterhaltsam ist fehlt ihm doch das gewisse Etwas. Mit 16 Blocks kehrt er jedoch zu alter Form wieder zurück und präsentiert seinen Fans einen spannungsgeladenen Thriller mit erstklassiger Action und gelungener Story. Dabei erinnert sein Stil an seine alten Action und Thrillerstreifen, wie Fletchers Visionen oder der oben genannte Lethal Weapon 4. Auch wird man hier wieder einige alte bekannte wieder sehen, was bei Donner ja schon bald Tradition ist. So hat zum Beispiel Kim Chan einen kurzen Auftritt als alter Hausbewohner. Ihn sah man als Onkel Benny in Lethal Weapon 4. Und selbstverständlich darf Steve Kahan nicht fehlen, der in allen Lethal Weapon Filmen Riggs und Murtaughs Chef, Captain Ed Murphy, verkörperte und in so ziemlich allen Donner Filmen immer einen kurzen Auftritt hat. In 16 Blocks sieht man ihn auch nur kurz am Ende.

Die Story von 16 Blocks ist schnell erzählt: Jack Mosley, ein desillusionierter, heruntergekommener Cop, hat eigentlich schon Feierabend, doch sein Chef verdonnert ihn dazu noch einen letzten Job zu übernehmen. Er soll Eddie Bunker, einen Kleinkriminellen, zum Gericht bringen, damit er in einer Verhandlung eine Aussage machen kann. Kurz nachdem beide das Gefängnis verlassen haben wird auch schon ein Angriff auf Eddie verübt, den Mosley gerade noch verhindern kann. Schon bald wird ihm klar, dass hier mehr dahinter steckt. Er erfährt, dass Eddie gegen einige korrupte Polizisten aussagen soll, die nun versuchen ihn Mundtot zu machen. Jack setzt nun alles daran seinen Schutzbefohlenen auf sichersten Weg ins Gericht zu bringen, doch kämpft er dabei gegen seine eigenen Kollegen, die keine Skrupel kennen und nicht zögern würden ihn über den Haufen zu schießen.

Bruce Willis hatte mit „Stirb Langsam“ seinen Durchbruch und kehrte bisher immer wieder in diese Rollenform zurück. Zudem etablierte er sich mit „The Sixth Sense“ als ernst zu nehmender Schauspieler, der auch Charakterollen überzeugend spielen kann. Somit ist er eine echte Idealbesetzung für den ausgebrannten Cop. Ebenso passend hat Donner auch die Rolle des Eddie Bunker besetzt. Mos Def nimmt man zu jeder Zeit den Part des im Grunde genommen ehrlichen Kleinganoven ab, der davon überzeugt ist sich ändern zu können. Er ist verletzbar und wäre ohne Jack Mosley seinen Widersachern schutzlos ausgeliefert. Und auch mit David Morse hat Donner einen guten Griff gemacht, denn Morse spielt den skrupellosen Cop mit Bravour. Besonders gefallen hat mir da der Dialog in der Tiefgarage des Gerichtsgebäudes, wo Morse unbemerkt ein Geständnis ablegt.

Dass Donner Erfahrung mit Actionfilmen hat, merkt man, denn in 16 Blocks zeigt er wieder erstklassige Verfolgungsjagden, Feuergefechte und Karambolagen. Alles setzt er jedoch nie selbstzweckhaft ein, sondern immer im Kontext der Handlung. Und auch Inszenatorisch gibt’s einige Höhepunkte. Die Szene mit der Verfolgung des Krankenwagens ist da das beste Beispiel, wie man gekonnt die Spannungsschraube anziehen kann. Und auch, als Eddie angeschossen, mit schwacher Stimme, sprechend hernieder liegt sind die Qualitäten des Streifens sichtbar, denn Donner hat seine Charaktere gut eingeführt, weswegen diese Szene dann die richtige gefühlsmäßige Intensität besitzt. Dies kann man dann auch in der Schlusszene wieder erleben.

Alles in allem ist 16 Blocks ein überaus unterhaltsamer Action Thriller mit einer erstklassigen Story, sehr guten Darstellern, Action und herrlicher Schusswechsel. Also alles, was nötig ist für gute, kurzweilige Unterhaltung.

Ich hoffe, dass Richard Donner seine Pläne für einen weiteren Lethal Weapon Film bald verwirklichen kann, schließlich sind auch Danny Glover und Mel Gibson nicht mehr die Jüngsten und schon fast „zu alt für diese Scheiße“.


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