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Unendliche Geschichte, Die (1984)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 19.10.2008, seitdem 984 Mal gelesen



"Die unendliche Geschichte" als Film ... Was soll ich nur sagen? Ich meine, ich war von Anfang an ziemlich skeptisch, denn wie soll man es auch schaffen, die Komplexität eines solchen literarischen Meisterwerkes innerhalb von anderthalb Stunden auch nur ansatzweise zum Ausdruck zu bringen. Aber das, was ich dann zu sehen bekam, hat mich wirklich so stark enttäuscht,
dass, meiner Meinung nach, der Film den Titel "Die unendliche Geschichte" nicht wert ist, denn in diesem Film ist wirklich nur ein Minimum an dem drin, was das Buch, von Michael Ende verfasst, bietet.

Stark versagt hat der Film von Wolfgang Petersen bei der Darstellung der Handlung, der Personen und der Welt.
Ich stelle mir vor, ich hätte noch nie das Buch "Die unendliche Geschichte" gelesen, ich hätte wirklich keine Ahnung, worum es sich dabei handelt. Die Folge von dieser Unwissenheit wäre mit
gro√üer Wahrscheinlichkeit gewesen, dass ich mit einem Fragezeichen √ľber dem Kopf vor diesem Film s√§√üe und wirklich keinen Handlungsakt in irgendeiner Weise nachvollziehen k√∂nnte, denn in diesem Film wird nichts, rein garnichts erkl√§rt. Reitet Atreyu einfach so in die Welt hinaus, in der Hoffnung ein Heilmittel w√ľrde irgendwann vor ihm vom Himmel fallen? Was steckt hinter dem unheimlichen Wolf, der die Verbreitung des unheimlichen "Nichts" f√∂rdern will? Wieso versteckt sich Bastian nochmal auf dem Schuldachboden? War da was? Wieso? Weswegen? Und Wof√ľr? Tausende Fragen h√§tte ich mir gestellt und tausend mehr w√§ren es gewesen, wenn nicht mehr als
die Hälfte der Geschichte verfälscht oder gar ganz weggelassen wurden. (Dabei verweise ich gerne auf das "Ende")

Die Personen im Film waren auch eine Klasse f√ľr sich. Das sollte also wirklich der Atreyu sein, der von der kindlichen Kaiserin auserw√§hlt worden ist, sich ins Unbekannte zu st√ľrzen
und ein Heilmittel zu finden? Normalerweise erwartet man, dass der Held sich während des Films, hingegen des Spottes im Elfenbeinturm, als tapferer, starker Krieger beweist, aber im
Film bleibt Atreyu schwach und wirkt unmotiviert und kindisch. Das "Mitgef√ľhl" was Bastian f√ľr Atreyu entwickelt wirkt kein bisschen authentisch, eher k√∂nnte man denken, der kleine, arme Junge h√§tte den Verstand verloren. Die kindliche Kaiserin hat keine Ausstrahlung. Der Vater irkt nicht verzweifelt und Fuchur nicht hoffnungsvoll. Keine einzige Person wurde so dargestellt, wie man es auf der Grundlage des Buches erwartet hat.

Wenn man ein Buch, wie "Die unendliche Geschichte" verfilmt, ist das mit Sicherheit viel Arbeit. Ein riesiges Repertoire an fantastischen Wesen und gro√üartigen Welten hat darauf gewartet visualisiert zu werden. Und was ist daraus geworden? Ein paar h√ľbsche Kulissen und eine handvoll lustiger Wesen, die einzigen Sympathietr√§ger des ganzen Filmes und die werden dann einfach mal so skrupellos vernichtet.

Dieser Film hätte eine durchaus bessere Bewertung von mir bekommen, hätte man ihn nicht "Die unendliche Geschichte" genannt und dadurch als eine Buchverfilmung identifiziert. Im Großen und Ganzen ist er eigentlich nur Schrott, gut animierter Schrott, aber dennoch Schrott.


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