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Bande des Schreckens, Die (1960)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 06.07.2013, seitdem 200 Mal gelesen



In den 60ern und 70ern entstand ein regelrechter Boom an Edgar-Wallace-Filmen, welche sich zwar in ihrer Struktur ähnelten, jedoch fast immer ein unterhaltsames Whodunit mit sich brachten. „Bande des Schreckens“ kann zweifelsohne zu den Klassikern gezählt werden, der mit einer überraschenden Enthüllung gegen Showdown verblüffen kann.

Verbrecher Sheldon kann durch Inspektor Long (Joachim Fuchsberger) endlich dingfest gemacht werden. Noch vor der Hinrichtung schwört er den Anwesenden tödliche Rache und tatsächlich wird kurz darauf der zuständige Staatsanwalt ermordet. Long, der sich ein wenig in die hübsche Sekretärin Nora (Karin Dor) verguckt hat, versucht die restlichen potentiellen Opfer zu schützen…

Genrefans ist die Kombination der Zutaten bestens vertraut: Fuchsberger als lockerer Kommissar, Karin Dor als Love Interest, Eddie Arendt als tollpatschiger Fotograf und in Nebenrollen vertraute Gesichter wie Dieter Eppler, Josef Dahmen oder Marga Maasberg.
Auch der überdeutliche Greenscreen, der in Schwarzweiß noch stärker als solcher zu erkennen ist, gehört mit von der Partie, außerdem hört man am Rande fast ausgestorbene Begriffe wie Pfiffikus.

Das Ratespiel um den oder die Killer gestaltet sich zunächst ein wenig schleppend, da die ersten Opfer ohne sichtbaren Täter abgemurkst werden, - der mehrfache Blick auf diverse Leichen ist für die damalige Zeit hingegen eher ungewöhnlich, während ansonsten eher zugeknöpft vorgegangen wird. Bis auf einen Durchhänger im Mittelteil läuft die Erzählung recht tempo – und abwechslungsreich ab, die Bauten sorgen für eine angenehme Atmosphäre, während der Score mit psychedelischen Anleihen eher progressiv ausgerichtet ist.

So befindet man sich auf einem Schnellboot unter Beschuss, der Running Gag mit dem Fotografen in Ohnmacht zündet nicht immer, Miss Nora hat gleich mehrere Verehrer und im Golfclub bricht das Chaos aus. Der finale Twist überrascht dennoch, denn nachdem nahezu jede Möglichkeit ausgeschöpft und einige potentielle Drahtzieher ausgeschaltet sind, verblüfft die letztendliche Offenbarung dennoch.

Wer mal wieder auf einen soliden Wallace-Streifen zurückgreifen will und Spaß am Rätselraten hat, kann bei „Bande des Schreckens“ problemlos zulangen. Souveräne Mimen, eine grundsolide Regie von Harald Reinl und ein paar humoristische Einlagen sorgen für recht passable Unterhaltung in gewohnt gelungener Krimiatmosphäre.
7 von 10


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