Info-Seite von PierrotLeFou

  
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Name: Ch. K.
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"Heutzutage m√ľssen wir diskutieren und d√ľrfen dabei auch vor gegens√§tzlichen Ansichten nicht zur√ľckschrecken. Jeder, dem es wirklich um unsere gemeinsame Sache geht, m√ľsste eine bis drei gegens√§tzliche Ansichten haben." (V√°clav Havel)

"Ein Bild ist nicht stark, weil es brutal oder schön ist, sondern weil es eine Assoziation entfernter, aber treffender Ideen ist. Entfernt und richtig." (Pierre Reverdy)

"Das Reale muss zur Dichtung werden, damit es gedacht werden kann." (Jacques Rancière)

"Wie k√∂nnen wir bei B√ľchern verweilen, zu denen der Autor nicht f√ľhlbar gezwungen worden ist?" (Georges Bataille)

"Was die K√ľnstler machen m√ľssen ‚Äď und die Kritiker verteidigen und alle Demokraten in einem entschlossenen Kampf von unten unterst√ľtzen m√ľssen -, sind Werke, die so extremistisch sind, dass sie selbst noch f√ľr die aufgeschlossensten Ansichten der neuen Macht(-haber) inakzeptabel sind." (Pier Paolo Pasolini)

"Der reißende Strom wird gewalttätig genannt
Aber das Flußbett, das ihn einengt
Nennt keiner gewalttätig." (Bertolt Brecht)

"Eine Gesellschaft, so k√∂nnte man sehr vereinfacht sagen, ist eine Gemeinschaft von Menschen, die sich dar√ľber verst√§ndigt, was gesehen und gezeigt wird, was verborgen bleiben soll, und welche Ausnahmen es gibt. Macht flie√üt auf diese Weise durch die Bilder." (Georg See√ülen)

"Es ist freilich √ľbel, im Kino zu sitzen mit Augen wie Michelangelo, ich meine den Michelangelo der 'Carabinieri', mit Augen, die nur dazu geeignet sind, im Schaufenster anzustarren, was man haben will." (Herbert Linder)

"Kino ist Wahrheit, Erz√§hlung ist L√ľge." (Jean Epstein)

"[D]er Stummfilm [war] keineswegs eine Kunst der Stille. Sein Modell war die Zeichensprache. Erst im Tonfilm erlangt die Stille ihre sinnliche Kraft." (Jacques Rancière)

"In dem Augenblick, in dem das kinematographische Bild dem Photo am nächsten kommt, unterscheidet es sich zugleich am radikalsten von ihm." (Gilles Deleuze)

"Die Botschaft des Mediums Film ist die des √úbergangs von linearer Verbindung zur Gestalt." (Marshall McLuhan)

"Die Sprache des Kinos entsteht nicht zwischen den Einstellungen, sondern zwischen den Einzelbildern." (Peter Kubelka)

"Die Zeit läuft im Film nicht dank, sondern trotz der Schnittmontage ab." (Andrej Tarkowski)

"Erbaue deinen Film auf Weißem, auf der Stille und auf Unbeweglichkeiten." (Robert Bresson)

"Ein Ensemble guter Bilder kann abscheulich sein." (Robert Bresson)

"Aus der Kombination eines literarischen Gedankens mit malerischer Plastizit√§t ergibt sich noch kein filmk√ľnstlerisches Bild, sondern lediglich uns√§gliche oder bombastische Eklektik." (Andrej Tarkowski)

"Nicht mehr das Leben der Leute beschreiben, nur noch das Leben, das Leben allein; das, was zwischen den Menschen ist, den Raum, den Ton und die Farben. Dahin möchte ich kommen." (Jean Luc Godard)

"Die Erinnerung des Gr√ľblers verf√ľgt √ľber die ungeordnete Masse des toten Wissens. Ihr ist das menschliche Wissen St√ľckwerk in einem besonders pr√§gnanten Sinn: n√§mlich wie der Haufen willk√ľrlich geschnittener St√ľcke, aus denen man ein puzzle zusammensetzt." (Walter Benjamin)

"In Helsinki war auch eine Mannschaft aus S√ľdkorea und der Koch dieser Mannschaft war der Mann, der 1936 in Berlin vor den Kameras von Leni Riefenstahl den Marathonlauf gewonnen hatte. Nur war er damals Japaner. Man wei√ü nie was man filmt. Leni Riefenstahl hatte geglaubt einen Japaner zu filmen, hatte aber einen Koreaner gefilmt. Als ich den Sieger im Hindernisreiten filmte, ein Mitglied der chilenischen Mannschaft, da glaubte ich einen Reiter zu filmen, doch ich filmte einen Putschisten, Oberleutnant Mendoza, den sp√§teren General Mendoza, eines der vier Mitglieder der Junta Pinochets. Man wei√ü nie, was man filmt." (chris.marker)

"Die Exegeten machen also die B√ľcher, nicht die Schreiber. Jeder Autor kennt das." (Klaus Theweleit)

"Durch eine jener ironischen Verkehrungen, die im Gange der Geschehnisse des √∂fteren in Erscheinung treten, ist die Existenz der Kunstwerke, von der die Bildung einer √§sthetischen Theorie abh√§ngig ist, zur Behinderung einer Theorie √ľber sie geworden." (John Dewey)

"Es gibt Filme oder B√ľcher, die man einmal liest, und wenn man sie zehn Jahre sp√§ter nochmal liest, hat man viel mehr davon." (David Lynch)

"Die Zeit kann wertvoller machen, was uns heute einfach verbissen und phantasielos scheint, weil wir noch nicht gen√ľgend Abstand haben, weil es zu sehr unseren eigenen tagt√§glichen Phantasien √§hnelt, deren phantastische Natur wir nicht durchschauen." (Susan Sontag)

"Es gibt keinen Realismus, der nicht mythologisch ist. Oder irrational, allegorisch, visionär. Realistisch funktioniert er nicht, der Realismus." (Ferdinand Khittl)

"Als ich im Fernsehen und im Rundfunk erklärte, dass mein Film weder Hand noch Fuß, aber eine Seele haben wird, scherzte ich. Aber ich scherzte in vollem Ernst..." (Jean Cocteau)

"Wir sind aus Literatur gemacht." (Ludwig Tieck)

"Woher stammt die Sprache, die ich spreche? Man mu√ü sie von jemanden anderen √ľbernehmen." (Jean Luc Godard)

"Ich glaube, in unserer Gesellschaft entsteht der Mensch erst durch sein Gegen√ľber. Er entsteht im Spiegel des Anderen, und je nach dem, wer dieser Andere ist, wird er sch√∂n oder h√§√ülich. Wir sind angewiesen auf diesen Anderen, wir h√§ngen ab von seinem Blick, von seiner Hand." (Angela Schanelec)

"Ich werde vom Anderen besessen; der Blick des Anderen gestaltet meinen Körper in seiner Nacktheit, lässt ihn entstehen, erzeugt ihn, wie er ist, sieht ihn, wie ich ihn nie sehen werden. Der Andere besitzt ein Geheimnis: das Geheimnis dessen, was ich bin." (Jean-Paul Sartre)

"Unsere Persönlichkeit innerhalb der Gesellschaft ist eine geistige Schöpfung der Anderen." (Marcel Proust)

"Blicke sind im Kino das wich¬≠tigste Element der Kommu¬≠ni¬≠ka¬≠tion, hier lauern die Wider¬≠spr√ľche, hier wird alles ausge¬≠spro¬≠chen, was sonst ungesagt bleibt: Das Unbewusste, Verdr√§ngte, Verheim¬≠lichte..." (R√ľdiger Suchsland)

"Grenzen, etwas au√üerordentlich Festes, Hartes und physisch Un√ľberwindbares, sind zugleich das Gedachte, Unsichtbare, nur in unserem Kopf und in unseren und durch unsere Konventionen Existierende." (Karl Schl√∂gel)

"Es ist viel leichter in dem Werke eines gro√üen Geistes die Fehler und Irrth√ľmer nachzuweisen, als von dem Werthe desselben eine deutliche und vollst√§ndige Entwickelung zu geben." (Arthur Schopenhauer)

"Denn nat√ľrlicherweise h√∂rt die Macht der √úberzeugungskraft dort auf, wo auf der anderen Seite der eherne Wille zum Unverst√§ndnis herrscht." (Wolfgang Hildesheimer)


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