"The Outtake" - die exklusive Kolumne

The Outtake

Das 1. Cinestrange-Filmfestival in Dresden: Ein ganz pers√∂nliches Res√ľmee (Teil 1)



Wir kennen es alle: Das Fantasy Filmfest, das wohl gr√∂√üte Genre-Filmfestival Deutschlands. J√§hrlich gibt es in mehreren St√§dten, eine Woche lang, das Neuste aus Horror, Fantasy und Science-Fiction zu sehen. Wobei: sagte ich “gr√∂√ütes Genre-Filmfestival Deutschlands”? Ich meinte eigentlich, gr√∂√ütes Genre-Filmfestival in Westdeutschland, denn in den neuen Bundesl√§ndern hat man es leider nicht so sehr mit Festivals dieser Art. Bis auf ein paar wenige Kinder- oder Mainstreamfestivals ist hier leider nichts Gro√üartiges zu finden. Doch das soll sich nun √§ndern.

Marc Fehse, seines Zeichens Independent-Filmemacher, H√∂rspielproduzent und Betreiber einer Verlag und Filmagentur (www.marctropolis.de) und Dr. Michael Flintrop, Rechtsanwalt und sehr enger Freund von Marc, sind die Erschaffer des ersten Genre-Filmfestival in Dresden, dem Cinestrange-Filmfestival. Und wie so viele gute Sachen endstand die Idee durch einen Zufall: Marc wurde einmal geblitzt und Dr. Michael Flintrop hat ihn da rausgeholt. W√§hrenddessen haben die beiden erkannt, dass sie eine gro√üe Passion miteinander teilen: Die Liebe zum Film, welche √ľber den Rand dessen, was als “normal” angesehen wird, weit hinaus geht. So langsam aber sicher entwickelte sich daraus die Idee zu einem Filmfest und da Herr Dr. Flintrop zum Teil auch in Dresden ans√§ssig ist, lag nichts n√§her, als das Filmfest auch in Dresden auszurichten. Zumal den Machern auch klar war, dass die neuen Bundesl√§ndern ein ordentliches Genre-Filmfest verdient haben. Zur Organisation des Ganzen wurde dann noch Carsten Fehse, Marcs Bruder, mit eingespannt, sowie unz√§hlige Freunde und Partner der Fehses und das Festival konnte Gestalt annehmen.

Ich selbst habe von alledem jedoch lange nichts mitbekommen. Erst Anfang Juli entdeckte ich, durch den Hinweis einer Freundin, einen kurzen Bericht in einer hiesigen Zeitschrift dar√ľber, dass wohl ein Horrorfilmfestival nach Dresden kommt, bei dem auch Dario Argento und Claudio Simonetti anwesend sein sollen, inklusive einer Retrospektive seiner Filme. Und ich war nat√ľrlich gleich Feuer und Flamme. Sofort wurde das Internet nach Hinweisen abgeklappert, doch bis auf die Website www.cinestrange.de, sowie einigen kleineren Artikeln gab es dazu leider nicht viel zu entdecken. Selbst im Gemeinschaftsforum gab es nur einen kleinen mageren Thread im Werbeforum. Und auch im UFA-Palast, welchen Marc und Co. als Austragungsort f√ľr Cinestrange gewinnen konnten, war, bis kurz vor Beginn, kaum etwas zu sehen. Erst mit dem Kauf der Deadline, die ich dieses Mal reichlich versp√§tet gekauft hatte, kamen dann doch noch ein paar werbewirksame Infos zu Tage.

Nun gut, jetzt wusste ich jedenfalls Bescheid und machte mich drauf und dran, die Website des Festivals zu erforschen. Alle Filme waren zwar noch nicht bekannt, doch ich wusste schon so einige Sachen, die ich unbedingt sehen wollte. Unter anderem “Human Centipede II” und “Chillerama”, welche man wohl sonst nie wieder im Kino begutachten kann, genauso wie einige Argentos oder die H.P. Lovecraft-Schiene. Apropos Argentos, hier kam nun mein erster Kontakt mit Marc zustande. Da die Argentos n√§mlich, aus Jugendschutzgr√ľnden, nicht auf der Website genannt werden durften, fragte ich einfach mal ganz fix bei den Betreibern der Seite nach und erhielt schon wenig sp√§ter Antwort von Marc pers√∂nlich, der mir die begehrte Liste “aush√§ndigte”, darunter Klassiker wie “Suspiria”, “Inferno” oder “Two Evil Eyes”. Und nach kurzer Zeit war dann auch die Filmauswahl klar. Ganze 7 Filme (+ Aftershowparty am ersten Veranstaltungstag) sollten es zun√§chst werden, die ich unbedingt sehen wollte. Und zumindest f√ľr den Festivalsauftakt “Spiel mir das Lied vom Tod” konnte ich die schon angesprochene, gute Freundin als Begleitung sichern. Karten wurden sogleich bestellt (f√ľr das 99 ‚ā¨ teure Silberticket, bei dem man alle Filme¬†gucken konnte, war ich dann leider doch zu geizig, zumal die 7 geplanten Filme gerade einmal 54 ‚ā¨ ausmachten) und bezahlt. Und Marc versprach mir, dass die Karten ab dem 01.08.2012 an der Abendkasse f√ľr mich hinterlegt werden. Die Aufregung und die Spannung steigerte sich ins Unendliche.

Am 01.08. selbst hatte ich dann nur wenig Zeit, so dass ich erst am 02.08. dazu kam, mir meine Karten zu holen. Da ich Donnerstag eh immer in die Sneak gehe, wollte ich das Abholen der Karten gleich damit verbinden und so kam es dann auch. Zwar konnte man das Festival nicht √ľber den Haupteingang erreichen, doch am Nebeneingang sah alles ganz stark nach Cinestrange aus. Und nach kurzem Z√∂gern trat ich dann auch schlie√ülich ein, in den pr√§chtig ausgestatteten Teil des Kinos, an dem es viele Poster von den laufenden Filmen zu entdecken gab und schon alles auf Festival stand. Ich fragte den gro√üen, bebrillten, jungen Mann (Marcs Bruder Carsten, wie ich sp√§ter herausfand) ob ich denn hier meine vorbestellten Karten abholen kann und mit einem freudigen “Er ist endlich da und holt seine Karten!” brachte er mich an einen kleinen Tisch, wo man mir die Karten endlich aush√§ndigte. Leider war ich zu diesem Zeitpunkt allerdings der einzige Kartenk√§ufer vor Ort, was meine Annahme so langsam best√§tigen w√ľrde: all zu viele scheinen hier von wohl nichts zu wissen oder haben einfach keine Ahnung, was noch alles Wunderbare auf sie zukommen wird. Oder es war nur ein kurzer Moment, wo mal nicht so viel los war. Ich wei√ü es nicht. Nachdem ich meiner Freude √ľber Facebook Ausdruck verliehen habe, dass ich die hei√ü begehrten Karten nun endlich in den H√§nden hielt, (versp√§tet, da FB nat√ľrlich just zu diesem Zeitpunkt down war) konnten die letzten gut 24 Stunden, kaum schnell genug vergehen. Daher holte ich mir¬†einige Stunden vor Beginn,¬†noch fix ein Programmheft und das entsprechende Festival T-Shirt, um die Wartezeit noch etwas zu verk√ľrzen.

Und dann, am 03.08.2012 um 18:00 Uhr war es endlich soweit, dass Cinestrange-Filmfestival √∂ffnete seine Pforten…

Fortsetzung folgt…


Mr. Hankey



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