Sacrifice (2016)

Die offizielle Filmkritik von Frank Trebbin

Die Angst sitzt neben Dir    

Frank Trebbin ist Autor der in mehreren Bänden erschienenen Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir", in der er sich durch das Besprechen von unzähligen Filmen aller Genres (primär Phantastik) einen Namen als Autor und Rezensent machen konnte.

Die folgende Kritik wurde am 18.04.2017 eingetragen.




Franks Bewertung des Films
(0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10)

3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne / 3


New York. Dr. Tora Hamilton, eine Ärztin mittleren Alters, wird nach einer weiteren Fehlgeburt von ihrem Gatten Duncan überredet, auf den schottischen Shetland-Inseln, wo sich sein Elternhaus befindet, Erholung zu suchen und dort auch ein Kind zu adoptieren, denn immerhin ist Schwiegervater Richard dort ein großer Mäzen und hat beste Verbindungen. Als Tora durch Zufall hinter ihrem Cottage auf eine ausgeweidete Moorleiche stößt, die zudem noch rätselhafte Symbole aufweist, beschäftigt sie sich näher mit alten Gebräuchen der Inselwelt, vermutet aber bald einen frischen Mord. Je näher sie dem Geheimnis um die offenkundig doch nicht so alte Moorleiche kommt, umso klarer scheint ihr, dass das alles mit den auffallend vielen Adoptionen der ihr und Duncan empfohlenen Klinik zu tun hat…

Nicht nur die pittoresken Insel-Drehorte sondern auch das handlungsbestimmende Element einer verschworenen Kleinstadt-Gemeinschaft erinnern in vielerlei Hinsicht an „The Wicker Man“ – natürlich Robin Hardys 1973er-Original und nicht das unsägliche Remake – und so darf sich der geneigte Zuschauer wohliger, aber seichter britischer Grusel-Unterhaltung auch auf „Sacrifice – Todesopfer“ freuen, einem kleinen, streckenweise feinen Okkult-Thriller, der traditionsbewusst das ach-so-Krawallige außen vor lässt und sich ganz auf die detektivische Kleinarbeit der Heldin konzentriert, die mit Radha Mitchell attraktiv besetzt ist. Das mag für manchen heute arg schnarchig wirken, hat aber den Vorteil, dass man sich als Zuschauer ganz auf die Geschichte und ihre Figuren konzentrieren kann. Und da mag es dann doch ein wenig an Finesse hapern, so dass man zwar Regisseur Peter A. Dowling eine recht solide Leistung bescheinigen kann, sein Drehbuch selbst jedoch gerade mal so auf Durchschnitt kommt. Anspruchsvolle oder gar heftige Genre-Unterhaltung sieht da anders aus, doch glücklicherweise retten eine Vielzahl sehenswerter Bilder der schottischen Inselwelt und ein frischer, authentischer Support-Cast den eher als Mystery denn als Horror durchgehenden „Sacrifice – Todesopfer“ vor einem Totalausfall. Fazit: für trübe, neblige Herbstabende und wenn man nicht zum x-ten Mal zu einem düsteren skandinavischen Thriller greifen mag. Bildformat: 2,35:1. Mit Radha Mitchell, Rupert Graves, Ian McElhinney, Joanne Crawford u. a.


© Selbstverlag Frank Trebbin



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