Trust, The (2016)

Die offizielle Filmkritik von Frank Trebbin

Die Angst sitzt neben Dir    

Frank Trebbin ist Autor der in mehreren Bänden erschienenen Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir", in der er sich durch das Besprechen von unzähligen Filmen aller Genres (primär Phantastik) einen Namen als Autor und Rezensent machen konnte.

Die folgende Kritik wurde am 27.04.2016 eingetragen.




Franks Bewertung des Films
(0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10)

4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne / 4


Las Vegas. Jim Stone und David Waters sind zwei Cops, die es weder im Leben noch im Beruf sehr weit gebracht haben. Und weil beide den grĂ¶ĂŸten Teil ihrer Dienstzeit in der Asservatenkammer verbringen, stoßen sie auch genau dort auf ihre Chance, alles zu Ă€ndern: Gemeinsam entdecken Sie, dass jemand viel Bargeld ausgegeben hat, um einen Drogendealer auf freien Fuß zu bekommen, und dieser jemand unterhĂ€lt einen riesigen versteckten Safe in einem unscheinbaren Apartmenthaus. Nach und nach tĂŒfteln Stone und Waters aus, wie sie in diese Wertkammer eindringen können, und setzen ihren Plan schließlich in die Wirklichkeit um


Es gibt Filme, die brauchen ihre Zeit, um in die GĂ€nge zu kommen und sich zu entfalten. Der offenkundig als B-Movie konzipierte, von der Optik her eher unspektakulĂ€re „The Trust – Big Trouble In Sin City” gehört eindeutig dazu, denn es ist nicht gleich von Anfang an klar, wohin die Reise mit Nicholas Cage (vor dessen letzten Filmen man immer ein wenig Angst haben musste) und Elijah Wood, die beide sehr gut aufgelegt spielen, gehen soll. Anfangs wie eine verquere, verhalten witzige Persiflage auf die vielen Buddy-Cop-Stories, spĂ€ter dann wird es ernster, das erste Blut fließt und man ist mittendrin in einem Schlamassel voller absurder Momente, wie es die Coen-BrĂŒder erdacht haben könnten (wirkliche Vergleiche verbieten sich aber selbstredend). Das mit den ĂŒblichen aber immer noch funktionierenden Spannungsmustern unterlegte Einbruch-Szenario bestimmt zunehmend den Fortgang der Handlung und zum Schluss wird dann alles sehr unlogisch aber auch sehr konsequent und tödlich – was dazu fĂŒhrt, dass man sich unweigerlich fragt: „WTF habe ich da eigentlich gerade gesehen?“. Nun ja, nichts anderes als eine Frischzellenkur fĂŒr das seit Jahren abgefeierte Heist-Movie-Subgenre lag den BrĂŒdern Alex und Benjamin Brewer in ihrem ersten Film am Herzen und nichts anderes bekommt man hier zu sehen: kaum etwas passiert so, wie man es erwartet; hier gibt es keine glitzernde Casino-Welt, durch die ein eloquenter Danny Ocean huscht, sondern lediglich Vegas‘ schĂ€bige Hinterhöfe; selten wurde seit Robert Aldrichs „Die Chorknaben“ der Korpsgeist eines Police Departments mit nur so wenigen Federstrichen kaputter und korrupter gezeigt. Tja, und was das titelgebende Vertrauen angeht, so geben die GebrĂŒder Brewer ihre ganz persönliche Meinung dazu ab. Fazit: mit Abstrichen sehenswert, auf jeden Fall angenehm anders aufgezogen und trotz aller Komik konsequent ernst. Bildformat: 1,78:1. Des weiteren mit einem kaum wiederzuerkennenden Jerry Lewis in einer Nebenrolle, Ethan Suplee, Sky Ferreira u. a.


© Selbstverlag Frank Trebbin



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