Khali the Killer (2016)

Die offizielle Filmkritik von Frank Trebbin

Die Angst sitzt neben Dir    

Frank Trebbin ist Autor der in mehreren Bänden erschienenen Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir", in der er sich durch das Besprechen von unzähligen Filmen aller Genres (primär Phantastik) einen Namen als Autor und Rezensent machen konnte.

Die folgende Kritik wurde am 02.11.2017 eingetragen.




Franks Bewertung des Films
(0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10)

2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne / 3


Mit den fĂŒr ein mexikanisches Drogenkartell durchgefĂŒhrten Auftragsmorden hat der junge Khali genug Geld verdient, um sich und seiner Großmutter ein gutes Leben zu ermöglichen. Doch weil sein Hyundai, in dem das Geld versteckt ist, gestohlen wird, muss Khali noch einen letzten Job erledigen: GeschĂ€ftsmann Isaac, der Schulden beim Kartell hat, will Frau und Schwiegermutter ermorden lassen, um an ein hĂŒbsches VersicherungssĂŒmmchen zu gelangen. Doch plötzlich plagt Khali sein Gewissen...

Filme ĂŒber ausstiegswillige Auftragsmörder, die ihr Gewissen entdecken, gibt es mindestens seit seligen Humphrey-Bogart-Zeiten. Was sich im Laufe der Zeit geĂ€ndert hat, sind neben der immer expliziteren Darstellung von Gewalt Stil und Sprache. Hut, Trenchcoat und gute Manieren sind lĂ€ngst passĂ© und selbst moderne Gentleman-Killer mit Jeans und flottem Spruch auf den Lippen sieht man nur noch selten. In „Khali The Killer“ ist die Hauptperson ein langhaariger, etwas ungepflegter, bis unter das Kinn tĂ€towierter Puertoricaner, der in East L. A. seine Jobs knallhart durchzieht und sich gleichzeitig liebevoll um seine Großmutter kĂŒmmert. Mit diesem Kniff (und natĂŒrlich auch durch den charismatischen Hauptdarsteller Richard Cabral, der ebenso als Produzent fungierte) zieht Regisseur Jon Matthews die Sympathien schnell auf die Seite von Khali, der eigentlich gar nicht so böse ist sondern sich auch nur wie jeder andere nach einem normalen Leben in Ruhe und Wohlstand sehnt. Und das ist genau die Krux an „Khali The Killer“, denn hier gewinnen das Drama, das AlltĂ€gliche und spĂ€ter sogar eine verzwickte Love-Interest-Nebenhandlung die Oberhand: eine stringente Story mit Action oder gar Spannung wird nicht geliefert; zumal die altbekannte Geschichte um den „allerletzten“ Job durch die sehr hĂ€ufige Kapitelunterteilung in Tarantino-Manier eh schon sehr fragmentiert wirkt. Merke: ein paar Typen mit Knarren und melancholische Tex-Mex-Musik als Soundtrack machen noch keinen neuen „El Mariachi“. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Corina Calderon, Adam Ryan Rennie, Chi Chi Navarro u. a.


© Selbstverlag Frank Trebbin



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