Dementia (2015)

Die offizielle Filmkritik von Frank Trebbin

Die Angst sitzt neben Dir    

Frank Trebbin ist Autor der in mehreren Bänden erschienenen Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir", in der er sich durch das Besprechen von unzähligen Filmen aller Genres (primär Phantastik) einen Namen als Autor und Rezensent machen konnte.

Die folgende Kritik wurde am 02.09.2017 eingetragen.




Franks Bewertung des Films
(0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10)

3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne / 3


Vietnam-Veteran George Lockhart hat einen Schlaganfall und daraus resultierende Demenz. Um nicht in ein Heim abgeschoben zu werden, nutzt Sohn Jerry das Angebot der Krankenschwester Michelle, George rund um die Uhr Zuhause zu betreuen. Doch das wird von Tag zu Tag schwieriger, denn George wird immer aggressiver, hat mit Kriegserinnerungen zu kämpfen und tötet sogar seine Katze. Obwohl Michelle einen durch und durch professionellen Eindruck macht, traut Enkelin Shelby der jungen Krankenschwester nicht über den Weg...

Manchmal gibt es Filme, von denen man absolut gar nichts erwartet, die dann überraschenderweise aber doch besser sind als überhaupt erhofft. Mike Testins offenkundig als DV-Film abgedrehter „Dementia – Gefährliche Erinnerung“ ist so ein Fall. Keine großen Schauspieler, keine sehenswerten Drehorte und dazu ein Psychothriller-Stoff wie schon x-fach gehabt – und dennoch kann man den Unterhaltungswert dieses Films als durch und durch solide bezeichnen. Die Handlung ist nachvollziehbar und geht allen Zuschauern, denen möglicherweise das Thema Altersdemenz durch die eigenen Eltern nicht fremd ist, recht nahe. Ganz in der Tradition der Genre-Highlights aus den 1960er-Jahren konzentriert sich Mike Teskin zudem auf die Figuren und nicht auf ihre mehr oder weniger blutigen Taten, so dass „Dementia – Gefährliche Erinnerung“ weniger auf Veräußerlichung setzt als so mancher Konkurrent aus weit höherwertiger Produktion. Das adelt nicht nur Mike Teskin sondern auch das diesbezüglich wohlfeile Drehbuch, bei dem das Täter-Opfer-Vexierspiel lange Zeit hinreichend rätselhaft aufrecht erhalten wird. Leider offenbart es aber gerade im Schlussteil einige Schwächen in den Bereichen Logik und psychologische Unterfütterung. Nun ja, man kann nicht alles haben. Bildformat: 2,35:1. Mit Gene Jones, Kristina Klebe, Hassie Harrison, Peter Cilella u. a.


© Selbstverlag Frank Trebbin



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