Gespenst von Canterville, Das (2016)

Die offizielle Filmkritik von Frank Trebbin

Die Angst sitzt neben Dir    

Frank Trebbin ist Autor der in mehreren Bänden erschienenen Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir", in der er sich durch das Besprechen von unzähligen Filmen aller Genres (primär Phantastik) einen Namen als Autor und Rezensent machen konnte.

Die folgende Kritik wurde am 10.07.2017 eingetragen.




Franks Bewertung des Films
(0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10)

3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne / 1


Die Familie der 16jährigen Virginia hat beschlossen, Paris den Rücken zu kehren und dafür in das an der Küste der Bretagne befindliche Schloss der Cantervilles zu ziehen. Doch der alte Bau ist bereits bewohnt – und zwar von der burschikosen Aliénor, einer Adelsdame aus dem 18. Jahrhundert, die wegen einer unglücklichen Liebe zum Geister-Dasein verdammt wurde. Zusammen mit ihrem unterwürfigen Diener Gwilherm, der einst unter der Guillotine seinen Kopf verloren hat, will man die neuen Bewohner mit viel Spuk vertreiben. Als Virginia jedoch von Aliénors tragischer Liebesgeschichte erfährt, will sie einen Weg finden, den Fluch von Canterville beenden…

Den heutigen VFX-Möglichkeiten und den Harry-Potter-Erfolgsfilmen in all ihrer Kostüm- und Fantasy-Verliebtheit ist es sicherlich zu verdanken, dass man den alten Oscar-Wilde-Stoff mal wieder herausgekramt und in der frankophilen Albernheit eines Louis-de-Funès-Vehikels neu aufpoliert hat. Ob das nun jedem so gefällt, muss man letztendlich selbst entscheiden. Frisch und frech ist diese „Das Gespenst von Canterville“-Version auf jeden Fall. So gibt Regisseur Yann Samuell von der ersten Minute an richtig Gas, ein (mehr oder weniger gelungener) Gag jagt den nächsten und Ausstattung sowie Effekte rücken immer mehr in den Mittelpunkt der Inszenierung, die als solide zu bezeichnen ist. Das Grundgerüst der Handlung lässt den alten Stoff zwar grundsätzlich als roten Faden erkennen, doch man hangelt sich auch an anderen Gespensterfilmen, wie z. B. „Casper“, entlang und modernisiert schließlich auf Teufel komm raus bzw. stellt die Abgeklärt- bzw. Abgebrühtheit der heutigen Zeit hübsch überspitzt dar (herrlich: die beiden Adoptivkinder, die unerschrocken mit NERFs auf Jagd gehen). Schade, dass dem Ganzen zum Schluss deutlich die Luft ausgeht. Fazit: ein naiver Film für Junggebliebene und für Romantiker. Mit Audrey Fleurot, Mathilde Daffe, Michaël Youn, Michèle Laroque u. a.


© Selbstverlag Frank Trebbin



Zur Übersichtsseite des Films
Zurück


Copyright © 1999-2017 OFDb.de - Die Online-Filmdatenbank
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

405 Besucher online


SSL  SSL-gesicherte
Verbindung aktiv


News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich