Deepwater Horizon (2016)

Die offizielle Filmkritik von Frank Trebbin

Die Angst sitzt neben Dir    

Frank Trebbin ist Autor der in mehreren Bänden erschienenen Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir", in der er sich durch das Besprechen von unzähligen Filmen aller Genres (primär Phantastik) einen Namen als Autor und Rezensent machen konnte.

Die folgende Kritik wurde am 08.05.2017 eingetragen.




Franks Bewertung des Films
(0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10)

4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne / 3


Mike Williams ist Chefelektriker der Ölplattform „Deepwater Horizon“, die sich 40 Meilen vor der Küste Louisianas im Golf von Mexiko befindet und von der BP angemietet wurde. Und die hohen Herren der BP sind es auch, die den Arbeitern Druck machen, weil man 43 Tage hinter dem Zeitplan sei. So kommt es dann auch, dass Warnungen von Jimmy Harrell, dem Chef der US-Bohr-Crew, über die Standfestigkeit der Bohrleitung in den Wind geschlagen und sogar die nötigen Tests nur schlampig durchgeführten werden. Plötzlich kommt es zu einer unerwarteten Druckreaktion der Leitung, die mit einer enormen Explosion einhergeht, so dass große Teile der Plattform schnell in Flammen stehen. Mike Williams hilft mit, so viele Kollegen wie möglich sicher von der Bohrinsel zu bringen, doch am Ende sind elf Tote zu beklagen...


Obwohl das Katastrophenfilm-Genre ein Relikt aus den frühen 1970er-Jahren ist („Airport“, „Poseidon“, "Erdbeben“ etc.), welches längst als überlebt galt und nur noch hin und wieder kurz zuckte („Daylight“ oder „Volcano“), beweist Peter Berg mit „Deepwater Horizon“ auf eindrucksvolle Weise, wie vital das Sujet doch heute sein kann, wenn man es wie hier mit Fakten unterfüttert und eine wahre Begebenheit als Handlungsgrundlage zulässt. Angemessen ernst und doch unterhaltsam, so schrieb es ein Kollge. Weit mehr als die erste Hälfte der Laufzeit ist nämlich den technischen Fehlern und der menschlichen Gier gewidmet (letzteres vielleicht ein wenig zu sehr mittels Schwarz-Weiß-Malerei), so dass man sich als Zuschauer wenigstens ansatzweise ein Bild darüber machen kann, wie es am 20. April 2010 zu diesem für die USA so folgenreichen Brand auf der Bohrplattform kam, bevor es dann erwartungsgemäß genregerecht rummst und kracht. Dass dann zwar der Fokus auf ein, zwei Männern bleibt, diese aber nicht als unverwundbare Helden inmitten der Gefahr dargestellt werden, ist vielleicht der stärkste Pluspunkt in einer langen Reihe von vielen Pluspunkten: die Darsteller, die Effekte, die Mittendrin-Bilder und immer wieder zutiefst bewegende Momente, die die Tragödie von (fast) allen Seiten beleuchten. Dem europäischen Zuschauer mögen die letzten paar Szenen etwas zu pathetisch geraten zu sein und auch das Abhandeln der weiteren Umweltfolgen der Katastrophe mit nur einem Satz kurz vor dem Abspann erscheint fragwürdig, doch das trübt den Gesamteindruck nur sehr wenig. Zu atemberaubend ist da doch die Bebilderung des Bohrinselbrands geraten, zu perfekt spielt Hollywood seine Stärken in punkto Geld und Möglichkeiten aus, so dass die Oscar-Nominierung von „Deepwater Horizon“ für visuelle Effekte und das Sound Design nur folgerichtig war: was für ein wahres flammendes Inferno! Bildformat: 2,35:1. Mit Mark Wahlberg, Kurt Russell, Gina Rodriguez, John Malkovich u. a.


© Selbstverlag Frank Trebbin



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